Erstgespräch · KI im Mittelstand
Erst verstehen, dann entscheiden.
Warum die Technologie-Entscheidung der letzte Schritt ist — und was in Ihrem Unternehmen zuerst geklärt werden muss. Ralf Blaschke, strategische KI-Beratung.
Das Prinzip
Die Reihenfolge ist das Programm.
Die meisten KI-Vorhaben starten beim Werkzeug — und scheitern an den Fragen, die vorher niemand gestellt hat. Dieses Gespräch dreht die Reihenfolge um.
Verstehen
Wo steht Ihr Unternehmen wirklich? Skills, Daten, Prozesse, Regulatorik, Zielbild — hier sind wir heute.
Technik
Erst wenn das Ziel klar ist: Welche Technologie, welcher Anbieter, welches Betriebsmodell passt dazu?
Umsetzung
Pilot mit Erfolgskriterien, sauber messen, dann skalieren — nicht umgekehrt.
Schritt 1 · Verstehen
Sechs Fragen, an denen KI-Vorhaben hängen.
Wer soll es können?
Kompetenz ist ungleich verteilt — einzelne Enthusiasten, viel Unsicherheit.
Ist das Haus bereit?
Daten in Silos, Prozesse gelebt statt dokumentiert. KI verstärkt beides.
Was ist erlaubt?
EU AI Act, DSGVO, Branchenregeln — gestaffelt und fallabhängig.
Was soll umgesetzt werden?
„Etwas mit KI machen" ist kein Ziel. Anwendungsfälle müssen priorisiert werden.
Woran erkennt man Erfolg?
Ohne Basislinie kein Nachweis — Nutzen muss zählbar sein.
Was kostet es wirklich?
Nicht nur Lizenzen: Token, Integration, Betrieb, Schulung.
Verstehen · Skills
Wer soll das können — und wer muss es verstehen?
- Bestandsaufnahme statt Bauchgefühl: Welche Rollen arbeiten heute schon mit KI, wo — offiziell und inoffiziell?
- Drei Ebenen von Kompetenz: Anwenden (breit), Gestalten (gezielt), Verantworten (Führung). Jede braucht ein eigenes Programm.
- Aufbauen vor Einkaufen: Was lässt sich intern realistisch entwickeln, wofür braucht es externe Unterstützung?
- Pflicht, nicht Kür: Der EU AI Act verlangt seit Februar 2025 KI-Kompetenz beim Personal, das KI-Systeme einsetzt (Art. 4).
Verstehen · Daten & Prozess-Readiness
KI verstärkt, was da ist. Auch das Chaos.
- Datenlage ehrlich prüfen: Wo liegen die relevanten Daten, in welcher Qualität, wer darf darauf zugreifen?
- Prozesse sichtbar machen: Was gelebt, aber nicht dokumentiert ist, kann keine KI zuverlässig unterstützen.
- Die stille Schatten-KI: Mitarbeitende nutzen längst Tools — die Frage ist nur: gesteuert oder ungesteuert?
- Readiness heißt Auswahl: Nicht alles muss bereit sein. Es reicht, zu wissen, welche Daten und Abläufe tragfähig sind — dort beginnt man.
Verstehen · Regulatorik
Der EU AI Act greift gestaffelt — und fallabhängig.
Welche Pflichten Sie treffen, hängt davon ab, was Sie einsetzen: Der AI Act ordnet Systeme nach Risiko — von verbotenen Praktiken über Hochrisiko-Systeme bis zu reinen Transparenzpflichten. Dazu kommen DSGVO und Branchenvorgaben.
Verbotene Praktiken untersagt; Pflicht zur KI-Kompetenz des Personals (Art. 4).
Pflichten für General-Purpose-AI-Modelle (Basismodelle) in Kraft.
Kernpflichten für Hochrisiko-Systeme — u. a. Risikomanagement, Protokollierung, menschliche Aufsicht (Art. 9, 12, 14, 15) und Betreiberpflichten (Art. 26).
Vereinfachte Übersicht, keine Rechtsberatung. Im Gespräch klären wir, welche Kategorie Ihre konkreten Anwendungsfälle betrifft.
Verstehen · Zielbild
Was wollen Sie eigentlich umsetzen?
- Vom Schmerz her denken: Nicht „wo können wir KI einsetzen?", sondern „was kostet uns heute Zeit, Geld oder Nerven?"
- Kandidaten sammeln, dann sieben: Anwendungsfälle nach Geschäftswert und Machbarkeit sortieren — die Daten- und Skills-Lage entscheidet mit.
- Wenige Fälle, klar geschnitten: Ein bis drei priorisierte Anwendungsfälle mit klarem Umfang schlagen jede Zehn-Punkte-Vision.
- Ergebnis dieses Schritts: Eine begründete Reihenfolge — was zuerst, was später, was bewusst nicht.
Verstehen · KPIs & Messbarkeit
KI-Nutzen muss zählbar sein — sonst bleibt er Behauptung.
- Basislinie zuerst: Was wird heute gemessen? Ohne Ist-Wert lässt sich keine Verbesserung nachweisen.
- Messgrößen je Anwendungsfall: Durchlaufzeit, Fehlerquote, Kosten je Vorgang, Antwortzeit, Zufriedenheit — konkret und vorher vereinbart.
- Auch die Gegenseite messen: Nachbearbeitungsaufwand, Korrekturquote, Akzeptanz im Team — sonst rechnet sich jedes Projekt schön.
- Entscheidungspunkte definieren: Wann wird skaliert, wann nachjustiert, wann gestoppt? Das gehört vor den Pilot, nicht danach.
Verstehen · Kosten
Der Einstiegspreis ist nicht der Preis.
KI-Kosten haben einen Anteil, den klassische Software nicht kennt: den laufenden Verbrauch. Sprachmodelle rechnen pro Token ab — die Kosten skalieren mit der Nutzung, nicht mit der Lizenzanzahl.
Aufbau
Integration in Systeme und Prozesse, Datenaufbereitung, Pilotierung, initiale Schulung.
Betrieb & Verbrauch
Lizenzen bzw. API-Kosten pro Token, Monitoring, Modell- und Prompt-Pflege, Support.
Nutzungsabhängig
Token-Verbrauch wächst mit Nutzerzahl, Dokumentlänge und Automatisierungsgrad — planbar nur mit Verbrauchsmodell.
Folgekosten
Qualitätssicherung, Nachbearbeitung, Compliance-Aufwand, Anbieterwechsel-Risiko.
Schritt 2 & 3
Erst jetzt: Technik. Und dann: Umsetzung.
- Technologie folgt dem Zielbild: Anbieter- und Modellwahl, Cloud oder eigener Betrieb, Datenschutz-Architektur — bewertet an Ihren Fällen, nicht am Prospekt.
- Kostenmodell inklusive Token-Ökonomie: Verbrauchsszenarien je Anwendungsfall, bevor unterschrieben wird.
- Pilot mit Erfolgskriterien: Klein anfangen, an der Basislinie messen, Entscheidungspunkte einhalten.
- Skalieren mit Begleitung: Rollout, Schulung, kontinuierliches Entscheider-Sparring — die Reihenfolge bleibt: verstehen, messen, ausweiten.
Werkzeug
Klarsicht — der AI-Compliance-Check.
Mein diagnostisches Assessment prüft, ob menschliche Aufsicht über Ihre KI-Systeme echte Kontrolle ist — entlang von vier Dimensionen (Autoritätskette, Blast Radius, Reversibilität, Eskalationslogik), gemappt auf die Artikel 9, 12, 14, 15 und 26 des EU AI Act.
Kurz-Check
0 € · ohne Anmeldung
- Kompakter Einstiegs-Check
- Ampel-Ergebnis sofort
- Report-Vorschau
Volle Diagnose
Auf Anfrage · je Assessment
- Alle vier Dimensionen
- Report mit EU-AI-Act-Mapping
- Speichern & Teilen
Diagnose + Beratung
Individuell · nach Umfang
- Persönliche Auswertung
- Priorisierter Maßnahmenplan
- Wiederholungs-Checks
Nächste Schritte
Das Gespräch beginnt vor der Entscheidung.
- Erstgespräch: unverbindlich, konkret — wir gehen die sechs Fragen für Ihr Unternehmen durch.
- Readiness-Check: Standortbestimmung zu Skills, Daten, Prozessen und Regulatorik mit priorisierten Anwendungsfällen.
- Danach — und erst danach: Technik-Entscheidung und Umsetzung mit Messplan.
Ralf Blaschke · info@ralfblaschke.com · +49 175 576 6688 · Wiesbaden